Gemeinsam raus ins Leben …

In der Peer-Gruppe „Leinen los“ tauschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung über ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben aus.

Gemeinsam raus ins Leben …

In der Peer-Gruppe „Leinen los“ tauschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung über ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben aus.

Eine Gruppe von vier Personen in einem Innenraum. Die Person ganz links schaut in die Kamera und lacht, die anderen drei sind unscharf im Hintergrund zu sehen.
Ein Man in weißem T-Shirt schneidet ein Holunderblüte ab, im Hintergrund schauen zwei Frauen zu.

Gemeinsam suchen sie nach Antworten auf Fragen wie:

  • Wo will ich wohnen?
  • Möchte ich allein oder mit anderen Menschen gemeinsam leben?
  • Welche Arbeit gefällt mir?
  • Was will ich in meiner Freizeit machen?
  • Mit welchen Menschen will ich gerne zusammen sein?

In der Peer-Gruppe „Leinen los“ stärken sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen gegenseitig und erkunden ihre Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben.

Linienzeichnung von drei Personen

Teilnehmer:innen

8 bis 12 junge Menschen mit Beeinträchtigung

Linienzeichnung eines Kalenders

Termine

Jährliches Kursangebot. Treffen zweimal monatlich. Zusätzlich gibt es ein Wochenende zum Kennenlernen und ein weiteres Wochenende zur persönlichen Zukunftsplanung.

Die nächste Gruppe startet im März 2027.

Linienzeichnung eines Portemonnais mit Münzen

Kosten

Die Teilnahme ist dank der Förderung durch die Aktion Mensch kostenfrei.
Es entstehen lediglich Kosten für eventuelle Ausflüge.

Das Logo der Aktion Mensch
Linienzeichnung eines Bleistifts, das ein Kreuz auf einem Dokument macht

Anmeldung

Die verbindliche Anmeldung beinhaltet die verpflichtende Teilnahme für ein Jahr.

Was machen wir konkret?

Zusammen erwachsen werden

Die Peer-Gruppe „Leinen los“ trifft sich ein Jahr lang zwei­mal monat­lich, um sich mit den Fragen des Erwachsen­werdens zu beschäftigen. Zwölf junge Menschen mit Beein­trächtigung treffen sich und sind gemein­sam unter­wegs. Unter­stützt werden sie dabei von vier Erwachsenen und einer Jugend­lichen mit viel­fältigen Erfahrungen und Fähig­keiten.

Der Kurs beginnt mit einem Start­wochenende. An zwei Tagen haben wir die Möglich­keit uns intensiv mit unseren Wünschen, Ideen und Vorstellungen aus­einander zu setzen. Dabei lernen wir uns gegenseitig besser kennen und wachsen auch als Gruppe zusammen.

Regelmäßige Treffen zweimal im Monat

Danach treffen wir uns zweimal im Monat. Einmal monatlich treffen wir uns in einem Seminar­raum in Grau­rheindorf und beschäftigt uns mit den Fragen des Erwachsen­werdens. Wir stellen uns Fragen zum Thema Wohnen und finden gemeinsam heraus, ob man schon ausziehen möchte und wenn ja, wohin und mit wem man wohnen möchte. Das kann sehr unter­schiedlich sein. Wichtig ist auch die Frage nach Freundschaften oder auch nach einer Liebes­beziehung. Weitere Themen­schwer­punkte sind Freizeit­gestaltung oder die Arbeits­platz­suche. An diesen monatlichen Treffen bereiten wir dann auch unsere Ausflüge und Unter­nehmungen vor und werten diese dann auch gemeinsam aus.

Zwei Männer unterhalten sich beim Spazierengehen im Park.

Unterwegs mit Bus und Bahn

Einmal im Monat sind wir unterwegs. Wir besuchen interessante Lebens­formen und Wohn­möglich­keiten wie zum Beispiel eine inklusiven Wohn­ein­richtung in Köln. Oder wir besuchen unter­schiedliche Freizeit­aktivitäten wie die Pauke-Disco in Bonn. Wir besuchen auch Beratungs­stellen und informieren uns dort unter anderem über Themen wie Sexualität und Verhütung. Dabei sind wir meist mit Bus und Bahn unter­wegs. So werden wir ganz nebenbei mit dem öffent­lichen Nah­verkehr vertrauter. Während der Ausflüge machen wir auch Fotos von uns, so dass dann jeder für sich eine persönliche Foto­doku­mentation vom Kurs gestalten kann.

Kursabschluss

Abschluss der Kurse ist ein Wochen­end­seminar in einer Bildungs­stätte in der näheren Um­gebung. Einige von uns sind dabei das erste Mal alleine von zu Hause weg. An diesem Wochen­ende besprechen wir dann noch­mal aus­giebig, was wir im Kurs alles erlebt haben. Wir lernen uns aber auch noch­mal persönlicher kennen und reflektieren unsere Stärken und Fähig­keiten. Zusammen wagen wir dann auch noch einen kleinen Blick nach vorne und besprechen, welche nächste Schritte jeder für sich nun machen möchte. Abschluss des Wochen­endes ist eine gemein­same Einheit mit den Eltern. Die Eltern haben dann die Möglich­keit einen kleinen Einblick in das Kurs­geschehen zu bekommen, haben aber auch ihrerseits die Möglichkeit ihre Perspektive mit ein­zubringen.

Und danach? Nach dem einjährigen Projekt gibt es die Möglich­keit beim Stamm­tisch „Kurs halten“ die Möglich­keit sich weiter zu treffen und auszutauschen.

Nach dem Projekt

Kurs halten, dranbleiben und Pommes essen

Nach dem Projekt „Leinen los“ halten wir gemein­sam Kurs aufs Leben. „Kurs halten“ heißt nämlich der Stamm­tisch, an dem wir uns weiterhin treffen und aus­tauschen können.

Einmal im Monat treffen sich dann die Ehemalige von „Leinen los“. Bei Pommes oder etwas anderem und einem Getränk erzählen wir uns in einem Bonner Restaurant von unseren Erleb­nissen in der Schule oder auf der Arbeit. Das können Probleme oder Ärger­nisse sein aber auch Erfolge und anderes Erfreu­liches. Oder wir erzählen von den Ferien oder was wir so in der Freizeit treiben. Einige von uns kennen den Weg zum Restaurant mittlerweile schon so gut, dass sie eigen­ständig mit Bus und Bahn oder mit dem Fahr­rad dorthin kommen.

Impressionen

MEINUNGEN ÜBER DAS PROJEKT

PROJEKTBESCHREIBUNGEN

Das sind die Leinen Los – Gruppen

Die derzeitige Peer-Gruppe ist mittlerweile dritte Gruppe, die als „Leinen los“ unterwegs ist. Wir sind zwölf junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren. Unsere Gruppe hat genauso viele männliche wie weibliche Teilnehmer:innen.

Viele von uns gehen noch zur Schule, einige sind am Berufs­kolleg. Eine Teilnehmerin arbeitet in der Werk­statt für Menschen mit Beein­trächtigung ein Teil­nehmer ist als Müll­werker tätig. Wir kommen aus Bonn und dem ganzen Rhein-Sieg­kreis. Wir haben alle eine Beein­trächtigung und stehen alle am Schritt zum Erwachsen­werden: das ist das, was uns mit­einander verbindet. Ansonsten sind wir alle ganz unter­schiedlich und verschieden. Die bisherigen Kurse waren genauso bunt und viel­fältig wie wir.

Die erste „Leinen los“-Gruppe war eine ganz besondere. Gemeinsam machten sich Teilnehmer:innen und Gruppen­begleiter:innen auf den Weg und sammelten zusammen Erfahrungen, was im Kurs gut funktioniert, oder auch nicht.

Alles wurde von allen zum ersten Mal gemacht. Unser allererster Ausflug ging in den Godesburger und wir waren sehr viel länger unterwegs als geplant und angekündigt. Schnell aber lernten wir als Kurs nicht nur wieviel Zeit wir wofür brauchen. Viele aus dem Kurs kannten sich schon vorher, ob aus der Schule, vom Fußball oder von einem anderen Verein.

Im Ersten Kurs waren elf Menschen im Alter von 17 bis 23 Jahren unterwegs. Diese Gruppe war sehr männlich, aber die zwei Mädchen in der Gruppe behauptetet sich prima. Ebenso haben die meisten Teil­nehmer:innen der Gruppe das Down­syndrom.

Trotz oder wegen aller Unter­schiede und Gemeinsamkeiten wuchsen wir als Gruppe fest zusammen und haben alle Ausflüge und Treffen sehr genossen. Unsere Unter­nehmungen führten uns zu mehreren Discos in Siegburg und Bonn. Wir besuchten eine inklusive Wohn­einrichtung in Köln und schauten uns eine Paarwohnung und Einzel­appartements bei mlg wohnen an. Wir kochten viel zusammen und gingen auch einmal Eis essen. Daneben besuchten wir die Beratungsstellen von pro familia und die Peer­beratung der KoKoBe.

Der Kurs endete mit einem Abschluss­wochenende im AZK in Königswinter. Für viele ging der Kurs viel zu schnell vorbei und alle wollten sich weiterhin treffen. So entstand die Idee des Stamm­tisches „Kurs halten“ als Folge­angebot.

Auch der zweite Kurs war ganz besonders, wenn auch anders. Es gab schon Routinen und Erfahrungen und die Ausflugs­ziele wurden mehr und viel­fältiger. Am Kurs nahmen elf Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren teil.

Neben den bisherigen Unter­nehmungen führte uns unser Weg zum inklusiven Restaurant „Wo ist Tom?“ in Köln. Wir besuchten eine Theater­vorstellung und bekamen eine Führung im LVR-Museum. Wir arbeiteten im Garten und lernten das Trommeln kennen. Ein Ausflug führte uns zum Martins­basar des Eichhofs, wo wir auch die dortige Werk­statt kennen­lernen konnten.

Eine Kurs­teil­nehmerin war bereits aus ihrem Eltern­haus ausgezogen. Diese besuchten wir dann in ihrem Wohn­heim in Rhein­bach. Auch diesmal endete der Kurs mit einen Abschluss­wochen­ende, diesmal im CJD in Bonn. Bald werden sich die beiden Gruppen beim Stamm­tisch „Kurs halten“ gegen­seitig kennen lernen.

Kontakt

Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Thomas Baumann

Projektkoordination

LEBEN GESTALTEN, mlg wohnen gGmbH
An der Rheindorfer Burg 24, 53117 Bonn

Das Team

Gruppenfoto von fünf Personen, die mit ihren Händen ein Herz formen

Jean Geimer

 Jahrgang 1989

 Religionswissenschaftler

Wohnt schon lange und gerne in einer inklusiven Wohn­gemein­schaft

Max Recht

Jahrgang 1994

Arbeitet bei mlg wohnen auch als Alltagsassistenz

Peer als Mensch mit geistiger Behinderung

Thomas Baumann

Jahrgang 1978

Diplomsozialpädagoge

War vor dem Projekt bei der mlg wohnen im Bereich Wohnen tätig.

Katharina Lennartz

Jahrgang 1981

Förderschullehrerin

Arbeitet neben dem Projekt noch in einem Bioladen

Klara Lenz

Jahrgang 20??

Schülerin

Peer als jugendlicher Mensch

Jean Geimer

Jahrgang 1989

Religionswissenschaftler

Wohnt schon lange und gerne in einer inklusiven Wohn­gemein­schaft

Max Recht

Jahrgang 1994

Arbeitet bei mlg wohnen auch als Alltagsassistenz

Peer als Mensch mit geistiger Behinderung

Thomas Baumann

Jahrgang 1978

Diplomsozialpädagoge

War vor dem Projekt bei der mlg wohnen im Bereich Wohnen tätig.

Katharina Lennartz

Jahrgang 1981

Förderschullehrerin

Arbeitet neben dem Projekt noch in einem Bioladen

Klara Lenz

Jahrgang 20??

Schülerin

Peer als jugendlicher Mensch