Gemeinsam raus ins Leben …
In der Peer-Gruppe „Leinen los“ tauschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung über ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben aus.
Gemeinsam raus ins Leben …
In der Peer-Gruppe „Leinen los“ tauschen sich junge Menschen mit Beeinträchtigung über ihre Vorstellungen von ihrem zukünftigen Leben aus.

Termine
Jährliches Kursangebot. Treffen zweimal monatlich. Zusätzlich gibt es ein Wochenende zum Kennenlernen und ein weiteres Wochenende zur persönlichen Zukunftsplanung.
Die nächste Gruppe startet im März 2027.
Kosten
Die Teilnahme ist dank der Förderung durch die Aktion Mensch kostenfrei.
Es entstehen lediglich Kosten für eventuelle Ausflüge.
Anmeldung
Die verbindliche Anmeldung beinhaltet die verpflichtende Teilnahme für ein Jahr.
Was machen wir konkret?
Zusammen erwachsen werden
Die Peer-Gruppe „Leinen los“ trifft sich ein Jahr lang zweimal monatlich, um sich mit den Fragen des Erwachsenwerdens zu beschäftigen. Zwölf junge Menschen mit Beeinträchtigung treffen sich und sind gemeinsam unterwegs. Unterstützt werden sie dabei von vier Erwachsenen und einer Jugendlichen mit vielfältigen Erfahrungen und Fähigkeiten.
Der Kurs beginnt mit einem Startwochenende. An zwei Tagen haben wir die Möglichkeit uns intensiv mit unseren Wünschen, Ideen und Vorstellungen auseinander zu setzen. Dabei lernen wir uns gegenseitig besser kennen und wachsen auch als Gruppe zusammen.
Regelmäßige Treffen zweimal im Monat
Danach treffen wir uns zweimal im Monat. Einmal monatlich treffen wir uns in einem Seminarraum in Graurheindorf und beschäftigt uns mit den Fragen des Erwachsenwerdens. Wir stellen uns Fragen zum Thema Wohnen und finden gemeinsam heraus, ob man schon ausziehen möchte und wenn ja, wohin und mit wem man wohnen möchte. Das kann sehr unterschiedlich sein. Wichtig ist auch die Frage nach Freundschaften oder auch nach einer Liebesbeziehung. Weitere Themenschwerpunkte sind Freizeitgestaltung oder die Arbeitsplatzsuche. An diesen monatlichen Treffen bereiten wir dann auch unsere Ausflüge und Unternehmungen vor und werten diese dann auch gemeinsam aus.

Unterwegs mit Bus und Bahn
Einmal im Monat sind wir unterwegs. Wir besuchen interessante Lebensformen und Wohnmöglichkeiten wie zum Beispiel eine inklusiven Wohneinrichtung in Köln. Oder wir besuchen unterschiedliche Freizeitaktivitäten wie die Pauke-Disco in Bonn. Wir besuchen auch Beratungsstellen und informieren uns dort unter anderem über Themen wie Sexualität und Verhütung. Dabei sind wir meist mit Bus und Bahn unterwegs. So werden wir ganz nebenbei mit dem öffentlichen Nahverkehr vertrauter. Während der Ausflüge machen wir auch Fotos von uns, so dass dann jeder für sich eine persönliche Fotodokumentation vom Kurs gestalten kann.
Kursabschluss
Abschluss der Kurse ist ein Wochenendseminar in einer Bildungsstätte in der näheren Umgebung. Einige von uns sind dabei das erste Mal alleine von zu Hause weg. An diesem Wochenende besprechen wir dann nochmal ausgiebig, was wir im Kurs alles erlebt haben. Wir lernen uns aber auch nochmal persönlicher kennen und reflektieren unsere Stärken und Fähigkeiten. Zusammen wagen wir dann auch noch einen kleinen Blick nach vorne und besprechen, welche nächste Schritte jeder für sich nun machen möchte. Abschluss des Wochenendes ist eine gemeinsame Einheit mit den Eltern. Die Eltern haben dann die Möglichkeit einen kleinen Einblick in das Kursgeschehen zu bekommen, haben aber auch ihrerseits die Möglichkeit ihre Perspektive mit einzubringen.
Und danach? Nach dem einjährigen Projekt gibt es die Möglichkeit beim Stammtisch „Kurs halten“ die Möglichkeit sich weiter zu treffen und auszutauschen.
Nach dem Projekt
Kurs halten, dranbleiben und Pommes essen
Nach dem Projekt „Leinen los“ halten wir gemeinsam Kurs aufs Leben. „Kurs halten“ heißt nämlich der Stammtisch, an dem wir uns weiterhin treffen und austauschen können.
Einmal im Monat treffen sich dann die Ehemalige von „Leinen los“. Bei Pommes oder etwas anderem und einem Getränk erzählen wir uns in einem Bonner Restaurant von unseren Erlebnissen in der Schule oder auf der Arbeit. Das können Probleme oder Ärgernisse sein aber auch Erfolge und anderes Erfreuliches. Oder wir erzählen von den Ferien oder was wir so in der Freizeit treiben. Einige von uns kennen den Weg zum Restaurant mittlerweile schon so gut, dass sie eigenständig mit Bus und Bahn oder mit dem Fahrrad dorthin kommen.
Impressionen
PROJEKTBESCHREIBUNGEN
Das sind die Leinen Los – Gruppen
Die derzeitige Peer-Gruppe ist mittlerweile dritte Gruppe, die als „Leinen los“ unterwegs ist. Wir sind zwölf junge Menschen im Alter von 17 bis 27 Jahren. Unsere Gruppe hat genauso viele männliche wie weibliche Teilnehmer:innen.
Viele von uns gehen noch zur Schule, einige sind am Berufskolleg. Eine Teilnehmerin arbeitet in der Werkstatt für Menschen mit Beeinträchtigung ein Teilnehmer ist als Müllwerker tätig. Wir kommen aus Bonn und dem ganzen Rhein-Siegkreis. Wir haben alle eine Beeinträchtigung und stehen alle am Schritt zum Erwachsenwerden: das ist das, was uns miteinander verbindet. Ansonsten sind wir alle ganz unterschiedlich und verschieden. Die bisherigen Kurse waren genauso bunt und vielfältig wie wir.
Kontakt
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Thomas Baumann
Projektkoordination
LEBEN GESTALTEN, mlg wohnen gGmbH
An der Rheindorfer Burg 24, 53117 Bonn
Das Team

Jean Geimer
Jahrgang 1989
Religionswissenschaftler
Wohnt schon lange und gerne in einer inklusiven Wohngemeinschaft
Max Recht
Jahrgang 1994
Arbeitet bei mlg wohnen auch als Alltagsassistenz
Peer als Mensch mit geistiger Behinderung
Thomas Baumann
Jahrgang 1978
Diplomsozialpädagoge
War vor dem Projekt bei der mlg wohnen im Bereich Wohnen tätig.










